Reiseberichte Burma 2012

19. Tag / Flug nach Yangon

Heute ist Vollmondtag in Myanmar. Jedes Jahr im November ist dies ein sehr wichtiger Feiertag in Burma. An diesem Tag finden in vielen Tempeln des Landes große Feste statt. Wir fliegen an diesem Morgen zunächst nach Yangon zurück.

Bei uns in Deutschland bekommt man nur noch E-Tickets, aber in Burma wurde mein Ticket noch von Hand ausgefüllt und dann auch noch mit dem falschen Datumsstempel oben rechts. Im Flughafen ist es unheimlich wuselig und als das Taxi hält, bietet sich auch wieder ein Träger an. Nachdem wir auch hier die Hilfe gerne annehmen, schnappt er sich blitzschnell unser Gepäck und rennt damit los. Wir düsen schnell hinterher. Er bringt uns sofort zum richtigen Schalter, den wir von alleine nur schlecht gefunden hätten. Wir bekommen unsere Bordkarten und einen Aufkleber auf unser T-Shirt gedrückt.

Wir wissen nicht so recht wo wir jetzt hinmüssen. Ich gehe mal fragen und bekomme die Richtung gewiesen. Wir müssen zur Gepäckkontrolle sowie sehr viele andere Fluggäste auch. Mein Gott ist das ein Durcheinander hier. Anschließend sitzen wir in einem großen Raum. Vorne ist eine Glastür, an der eine Frau steht und vor der regelmäßig ein Pendelbus hält, der die Fluggäste zum Flugzeug fährt. Wir verstehen die Durchsagen nicht und ich gehe mehrfach zur Dame an der Tür, um nachzufragen, ob gerade unser Flug ausgerufen wurde. Sie schickt mich immer wieder zurück an meinen Platz.     

Wir halten Ausschau nach Personen mit einem gleichfarbigen Aufkleber, um uns an denen zu orientieren. Jeder Flug hat einen andersfarbigen Aufkleber. Irgendwann wird dann doch unser Flug aufgerufen und wir fahren übers Rollfeld zum Flieger. Brigitte wurstelt sich nach vorne durch, denn es gibt keine Platzreservierung und wir würden gerne zusammensitzen.

Wir landen mittags in Yangon und fahren erst mal ins YMCA. Dieses Mal bekommen wir zu zweit ein Viererzimmer. Na, da haben wir wenigstens Platz satt. Ich gehe mal raus auf unser Balkönchen und schaue mich um.

Hier in Yangon treffen wir wieder auf Caroline und Brigitte und entscheiden uns am Nachmittag zusammen zur Shwedagon Pagode zu fahren. Wir wollen schauen, was da heute am Vollmondtag so los ist. Also zahlen wir wieder den Eintritt von 5 USD und bekommen auch hier einen Aufkleber auf unser T-Shirt.

Wir vereinbaren einen Treffpunkt in ca. 3 Stunden, denn wir wollen alle in Ruhe noch mal die Pagode besichtigen und vor allen Dingen die Stimmung genießen. Die Pagode ist voller Menschen, viele Familien sind hier und die Kinder sind besonders schick angezogen. Die Burmesen machen es sich überall im Tempelgelände gemütlich und picknicken oder beten oder spenden. Es herrscht schon fast eine Volksfeststimmung. Alle Buddhas haben zur Feier des Tages ein Tuch um.

Man kann auch fleißig spenden und seine Spende eintragen lassen. Dann hat man direkt schriftlich festgehalten, dass man etwas für sein gutes Karma getan hat.

Brigitte und ich setzen uns einfach irgendwann auf eine Stufe vor einer kleinen Pagode und beobachten das Treiben. Wir sitzen hier bestimmt eine Stunde bis die Dämmerung einsetzt.

Überall werden von den Gläubigen Kerzen aufgestellt. Die Tempel sind beleuchtet und die Buddhas angestrahlt.

 Der Abschied von der Shwedagon Pagode fällt mir sehr schwer, aber irgendwann müssen wir gehen. Da unheimlich viele Menschen unterwegs sind, dauert es eine Weile bis wir ein Taxi ergattert haben. Es ist unser letzter gemeinsamer Abend zu Viert und wir entscheiden uns für ein Abendessen im Sky Bistro im Sakura Tower. Von hier oben haben wir einen wunderschönen nächtlichen Blick über die Stadt und auf die Sule Pagode und die Shwedagon Pagode. Wir alle lassen es uns zu westlichen Preisen gut schmecken.

 

23.6.13 20:27

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