Reiseberichte Burma 2012

17. Tag / Bagan

Auch heute steht wieder den ganzen Tag Tempelbesichtigung mit Pferdekutsche auf dem Plan. Wir wechseln uns ab. Mal darf Brigitte vorne sitzen, mal ich. Brigitte versucht sehr akribisch, jeden Tempel, den wir besichtigen zu notieren und auf dem Lageplan einzukringeln. Unser Kutschfahrer heißt übrigens Jaza und das Perdchen Nanda.

Tempeltour für heute:

1.       Shwe-san-daw Pagode

2.       Mingala-Zedi

3.       Gubyankgyi

4.       Mya zedi

5.       Manuka

6.       Nampaya

7.       Gubyankgyi in Nyaung U

8.       Shwezigon

9.       Kyan-sit-thar Höhle

Die erste Pagode (Shwesandaw) ist wieder ein Tempel auf den wir von außen hinaufsteigen können. Gott sei Dank mit einem Geländer. Trotzdem sind die Stufen sehr hoch und ich ziehe mich eher nach oben. Ich gehe auch nicht ganz nach oben, weil ich nicht in die Lage von 2007 zurückmöchte, in der ich mich nicht getraut habe, den Tempel wieder hinabzusteigen. Am Ende bin ich rückwärts auf dem Hosenboden wieder runter gekommen. Ich möchte dieses Mal lieber kein Risiko eingehen :-)

Trotzdem ist die Aussicht überwältigend.

An der Südwestseite des Tempelbezirks befindet sich ein massiver länglicher Ziegelbau. Er enthält die knapp 18 m lange Buddha-Figur Shinbintalyaung. Sie ist die größte liegende Figur in Bagan und stammt wahrscheinlich aus dem 11. Jh.

Mingalazedi bedeutet „Glücksbringende Pagode“. Sie wurde 1274 fertig gestellt. Sie ist das letzte bedeutende Bauprojekt Bagans.

Bei dem nächsten Tempel, dem Gubyaukgyi, entdecke ich wieder den Buddha meines Wochentages mit einem Becher dahinter, um ihn mit Wasser zu Begießen.

Zwischen den Tempeln wachsen oft wunderschöne Bäume und Sukkulenten. Bei den Bäumen dominieren Akazien, Niem, und Tamarinde sowie Euphorbien und die Palmyrapalme.

Bei dem Manuha-Tempel sind drei sitzende Buddhafiguren dermaßen hineingezwängt, dass füllige Personen sie nur mit großen Schwierigkeiten aufsuchen könne. Ich passe aber durch......

Auf der Westseite des Gebäudes ist wieder eine liegende Buddhafigur.

Das nächste Highlight für den Tag ist die Shwezigon.

Die vergoldete Shwezigon zählt zu den Meisterwerken der Tempelbauten in Bagan. Baubeginn war 1059 und noch vor der Vollendung starb König Anawratha im Jahre 1077. Nach mehrjähriger Unterbrechung nahm der nächste König den Weiterbau wieder auf und sie wurde schließlich 1090 endgültig fertig gestellt.

In der großen Tempelanlage wird neben Buddha auch die Naturgeister, die Nats, verehrt und ihnen ist im Südostteil der Anlage ein Schrein gewidmet.

Es ist der erste Nat-Schrein auf dem Gelände eines buddhistischen Heiligtums.

Zwei weitere Nats werden an der linken Seite des Westeingangs verehrt: Shwe Nyo Thin, der Vater und sein Sohn Shwe Saga.

Der Geisterglaube bestimmt nach wie vor das Alltagsleben der Menschen in Südostasien. Zu den Geistern haben die Menschen ein ambivalentes Verhältnis, denn sie können sowohl beschützen als auch Unglück bringen. Allgemein können drei Typen unterschieden werden: Ahnen, ortsgebundene Territorialgeister und Naturgeister. Ein Nat kann eine verstorbene historische Persönlichkeit, eine legendäre Figur, ein Naturgeist oder auch eine Hindu-Gottheit sein. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Liste der 37 Nats immer wieder, denn die Bedeutung der Nats hängt von ihrer Effizienz ab. Taugen sie nichts, so werden sie einfach ignoriert. Im ganzen Land werden unzählige, meist namenlose Nats verehrt. Es scheint als gehöre das ganze Land den Nats.

Immer wieder halten wir vor den Tempeln, schlagen im Loose nach, um vor der Besichtigung noch ein bißchen was über den Tempel zu lesen.

Unser Kutscher Jaza mit seinem Pferdchen wartet immer geduldig im Schatten, bis wir fertig sind. Von ihm bekommen wir auch immer den Hinweis, ob wir eine Taschenlampe mit rein nehmen müssen oder nicht.

23.6.13 16:44

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