Reiseberichte Burma 2012

16. Tag / Bagan

Wie gesagt, wir ziehen sofort nach dem Frühstück um und laufen das Stück zum Golden Express Hotel ein paar Meter die Straße entlang.

Das Hotel hat wohl den Namen geändert und heißt jetzt  Bagan Umbra Hotel. Na ja, soll uns egal sein. Ich nehme mal beide Visitenkarten von der Rezeption mit. Kann ja nicht schaden.

Für die erste Nacht mussten wir schon im Voraus bezahlen: 35 USD.

Wir lassen unser Gepäck an der Rezeption, da es noch zu früh zum Zimmerbeziehen ist. Und wir wollen auch los und unsere Besichtigungstour für heute beginnen.

Das 40 km² große Tempelareal  ist neben Angkor in Kambodscha und dem Borobodur auf Java die architektonische Meisterleistung in Südostasien. Da ich ja sowieso von Tempeln nie genug bekommen kann und sehr interessiert daran bin, jeden Buddha zu fotografieren, den ich vor die Linse bekomme, freue ich mich riesig noch mal hier an diesem Ort zu sein. Es ist ein magischer Ort, an dem man sich laut meinem Reiseführer wünscht, dass der Augenblick zur Ewigkeit wird.

Wir reservieren uns eine Pferdekutsche für den Tag und das kostet je nach Tour 18.000-20.000 Kyat.

Unsere Tempeltour für heute:

1.       Dijahid

2.       Hti-lo-min-lo

3.       U-Pali-thein

4.       Min-O-chan-tha

5.       Ananda und Oo Ja

6.       That-byin-hyu Tempel

7.       Shwe-gu-gyi

8.       Maha-Bodi-Pagode

9.       Bu-paya

10.   Gaw-daw-palin

11.   Shwe-leik-too

Der Ananda Tempel in Alt-Bagan steht östlich der ehemaligen Stadtmauer. Sein Stifter König Kyanzittha setzte neue architektonische Maßstäbe. Der Tempel wurde wahrscheinlich 1090 vollendet.Der Grundriss hat die Form eines griechischen Kreuzes mit einer Seitenlänge von 91 m. Hohe Räume mit einer etwa 10 m hohen stehenden Buddhafigur bilden den Abschluss der Eingänge. Die insgesamt vier Figuren stellen die Buddhas der gegenwärtigen Weltzeit dar: im Norden Kakusandha, im Osten Konagamana, im Süden Kassapa und im Westen Gautama. Alle Figuren sind aus Holz, mit Lack überzogen und vergoldet.

Wer in Bagan ein Kloster oder einen Tempel stiftete wollte der Nachwelt seine tiefe Religiosität demonstrieren. Außerdem manifestierte der Spender damit seinen Wunsch eine bessere Wiedergeburt zu erlangen. An diesem Glauben hat sich bis heute nichts verändert.

Seit den Sechziger Jahren wird verstärkt restauriert in Bagan. Leider wurden durch das Erdbeben von 1975 viele Arbeiten und Tempel wieder zerstört. Um diese Zeit beschloss die Regierung eine Zwangsumsiedlung der Bewohner Alt-Bagans. Wenige Kilometer weiter wurden den Menschen Baumaterialien zu Verfügung gestellt damit sie sich eine neue Stadt aufbauen können, das heutige Neu-Bagan. Das gesamte alte Areal soll irgendwann als Weltkulturerbe der UNESCO unter Denkmalschutz stehen. Seit 2002 verhandelt die Regierung um die Aufnahme Bagans in diese begehrte Liste, aber die vielfach kritisierten Restaurierungsarbeiten verzögern die Entscheidung.

Viele Tempel sind von innen gestützt und zum Schutz für die Wandmalereien ist das Fotografieren mit Blitz in manchen Tempeln verboten. Eher selten kann man die Tempel noch nach oben hin besteigen. Wieder andere Tempel sind verschlossen und es kommt extra jemand zum Aufschließen und zur Aufsicht beim Betreten des Tempels.

Wenn denn mal ein Aufstieg nach oben hin möglich ist, genießen wir die Aussicht.

Mahabodhi

Dieser Tempel wurde 1211 gebaut. Und zwar ist dies eine Kopie des gleichnamigen Tempels in Nordindien. Der Tempel wurde in Indien an der Stelle gebaut, an der Buddha unter einem Bodhi-Baum seine Erleuchtung erlangt hat. Über dem massiven quadratischen Schrein erhebt sich ein steil ansteigender pyramidenförmiger Tempelturm, umgeben von vier kleineren Türmen. An seinen vier Außenseiten befinden sich zahlreiche Nischen mit Buddhafiguren.

Der Name „Thron der Ehrerbietung“ verleitet zu der Annahme, dass der Gawdawpalin der Verehrung verstorbener Könige gedient haben könnte.

Einen sehr schönen Tempel für diesen Tag entdecken wir eigentlich eher im Vorbeifahren. Ich steige aus der Pferdekutsche aus und gehe zu Fuß hinüber. Ein richtig magischer und idyllischer Ort. Leider weiß ich den Namen des Tempels nicht.

Als letzten Tempel für den Tag besichtigen wir den Shweleik-too.

Dies ist wieder mal ein Tempel, wo mach hochklettern darf und wir genießen die Aussicht.

Als wir mit dieser Tour für den Tag fertig sind und uns unser Kutschfahrer wieder beim Hotel absetzt, ist nur noch Duschen und Ausruhen auf dem Bett angesagt.

Abends gehen wir noch mal mit Caroline und Brigitte ins „Full Moon Restaurant“ Essen. Sie hatten tagsüber andere Pläne, denn sie fahren am nächsten Tag schon wieder zurück nach Yangon.

Im Hotel treffen wir dann Htun mit seiner Reisetruppe an der Rezeption.

Fast schon zum Ende der Reise möchten wir aber noch ein Foto von uns Vieren haben und bitten den Kellner abends im Restaurant ein  Foto von uns zu schießen. Nach dem Begutachten des vierten Bildes, sind wir dann zufrieden mit dem Foto :-)

Als Nachtisch bekommen wir hier in Bagan Tamarindenbonbons im Schälchen hingestellt. Von den leckeren Bonbons nehmen wir uns auch ein paar Tütchen mit nach Hause.

23.6.13 16:36

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