Reiseberichte Burma 2012

15. Tag / Busfahrt von Mandalay nach Bagan

Ein letztes Mal haben wir für unseren Taxifahrer einen Auftrag. Er soll uns zum Busbahnhof bringen. Heute fahren wir weiter nach Bagan. Die Busfahrt dauert ca. 5 Stunden und kostet 12.000 Kyat.

Auch dieses Mal sind wir wieder viel zu früh am Busbahnhof. 8:30 Uhr ist die reguläre Abfahrtszeit. Auch dieses Mal setzen wir uns wieder in den Wartebereich der Busgesellschaft.

Auch hier bieten wieder viele Händler den Busreisenden ihre Waren an.

Unser Bus ist wieder voll klimatisiert und genauso gut wie bei unserer ersten Busfahrt. Dieses Mal gibt es nur eine Kaffeepause, da die Fahrt ja kürzer ist.

 Kurz vor Bagan hält der Bus und wir müssen das Einrittsgeld für diese Region bezahlen, 10 USD.

Den Preis finde ich mehr als in Ordnung bei der Anzahl an Sehenswürdigkeiten, die uns hier erwarten.

In Bagan angekommen nehmen wir uns ein Autotaxi für einen horrenden Preis für die kurze Strecke, aber was soll´s. Ansonsten bieten hier nur Pferdekutschen ihre Dienste an, aber das ist uns jetzt zu holprig mitsamt unserem Gepäck.

Wir landen im New Wave Hotel, das Moe Moe uns reserviert hat. Und wenn ich dachte, dass es zum YMCA keine Steigerung gibt, so werde ich hier eines besseren belehrt. Das Zimmer liegt unmittelbar hinter der Rezeption und ist einfach nur dreckig und ungepflegt. Mein erster Gedanke ist: „Schnell wieder raus hier“. Ich schaue fragend Brigitte an. Aber auch ihre Schmerzgrenze ist hier überschritten. Wir legen nur unser Gepäck ab, schnappen uns unsere Reiseführer und gehen wieder raus aus dem Hotel auf Zimmersuche. Brigitte und Caroline sind ja schon seit einer Nacht hier und bei ihnen versuchen wir mal anzuklopfen. Ist aber keiner da. Nach einem Blick in den Lageplan erkennt Brigitte, dass das Hotel von Djoser, in dem wir 2007 übernachtet haben nur ein Stückchen die Straße rauf liegt. Das Hotel steuern wir als erstes an und haben Glück. Erst ist nichts frei, aber eine ältere Frau hinter der Rezeption macht dann doch für drei Übernachtungen ein Zimmer klar. Wir müssen nur einmal umziehen, egal! Und es ist natürlich teurer als das New Wave Hotel, aber auch das ist uns jetzt egal. Die einzig schlechte Nachricht ist, dass wir eine Nacht in dem Dreckszimmer schlafen müssen. Na ja, eine Nacht wird schon gehen.

Wir gehen auf den Schreck erst mal ins Restaurant nebenan, bestellen beide eine Tomatensuppe und etwas zu trinken und gehen anschließend an deren Computer ins Internet.

Das Bett teilen wir uns, genau wie die Bettdecke. Die Klimaanlage bläst eiskalte Luft auf das Bett, aber ausmachen ist auch keine Alternative, denn hier in Bagan ist es richtig heiß.

Irgendwann tauchen dann Caroline und Brigitte von ihrer Besichtigungstour des Tages auf. Wir schauen uns mal deren Zimmer an, es ist sehr viel größer, aber genauso dreckig. Als der Hotelbesitzer erfährt, dass wir nur eine Nacht bleiben wollen, bietet er uns für den nächsten Tag ein Zimmer im Obergeschoss an, aber wir haben keine Lust mehr auf dieses Hotel und bleiben bei unserer Entscheidung.

Abends gehen wir zu viert richtig lecker essen. Hier in Bagan gibt es viele Lokale, die burmesische sowie chinesische Küche und Pizza und Pasta anbieten. Das ist ja das Richtige für mich. Ich habe gar keine Lust den Abend im Restaurant zu beenden, denn das bedeutet zurück in dieses eklige Zimmer…

Das Hotel ist voll mit Rucksackreisenden und kostet am Ende 18 USD für die Nacht. Brigitte zahlt mit 20 USD und lässt sich die zwei USD Wechselgeld noch auszahlen. Das Frühstück am nächsten Morgen ist unter aller Kanone auf dreckigem Geschirr und die Besitzer des Hotels sind auch nicht gerade freundlich. Nachdem wir eine Banane und Toast gegessen haben, schnappen wir uns unsere Sachen und freuen uns auf das andere Hotel. Caroline und Brigitte bleiben im New Wave Hotel.

23.6.13 16:27

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