Reiseberichte Burma 2012

14. Tag / Sagaing

Brigitte und Caroline fahren heute schon nach Bagan. Sie haben eine Ganztagestour mit dem Schiff gebucht während wir uns für den Bus entschieden haben.

Also sind Brigitte und ich heute nur zu zweit und wir haben wieder „unseren“ Taxifahrer für den ganzen Tag gebucht. Wir möchten nach Sagaing. Für den ganzen Tag bezahlen wir beide 30.000 Kyat. Treffpunkt ist um 10 Uhr vor dem Hotel.

Als erstes fahren wir zur PDO, da wir uns noch mal persönlich bei den beiden Fahrern bedanken möchten. Wir geben ihnen jeweils 10 USD in einem Umschlag. Anschließend kaufen wir fleißig in der Nähwerkstatt ein. So haben wir dort auch noch etwas Gutes getan.

Ich habe am Vorabend noch ein paar Postkarten geschrieben und die wirft unser Fahrer am Straßenrand in einen Briefkasten. Na, ob die jemals beim Empfänger ankommen? Ja, sie kommen an! Allerdings bin ich da selbst schon wieder fast drei Wochen zu Hause. Aber immerhin…

Die Fahrt nach Sagaing dauert etwa eine Stunde und führt über die neue Inwa-Brücke. Auf der Brücke steigen wir aus und genießen die Aussicht. Von hier aus kann man auch wunderbar sehen wie Teakholz auf Schiffe verladen wird.

Sagaing liegt am westlichen Ufer des Ayeyarwady und ist geprägt von hunderten von Klöstern und Meditationszentren sowie vielen Tempeln, Höhlen und Stupas. Wir nehmen uns vor wenigstens einen Teil anzuschauen. Als erstes machen wir Halt bei der Sun U Ponnya Shin-Pagode. Der Weg zur Pagode führt über unzählige Stufen und Brigitte und ich schleichen mit vielen Pausen hinauf während unser Fahrer gar keine Konditionsprobleme zu haben scheint.

Aber die Aussicht ist grandios und so steigen wir weiter schwitzend die Stufen hinauf.

Oben angekommen werden wir aber unmittelbar für die Strapazen entschädigt. Die Pagode wurde 1315 erbaut und ist 29,3 m hoch und sie glänzt golden vor strahlend blauem Himmel.

Vor dem Hauptaltar in der Gebetshalle stehen bronzene Hasen und Frösche, die an frühere Inkarnationen Buddhas erinnern.

Auch in dieser Pagode gibt es einen Buddha, der von einer mehrköpfigen Schlange beschützt wird. Und ein kleines Äffchen lauert nach Fressbarem von den Touristen.

Oben auf dem Berg wollten wir eigentlich zu einem ganz anderen Tempel, aber dafür hätten wir noch weit zu Fuß durch die Sonne laufen müssen. Das bemerken wir aber erst als wir schon ein ganzes Stück zu Fuß unterwegs sind. Wir haben keine Lust zu Fuß zurück zu gehen und unser Fahrer organisiert kurzerhand für teures Geld einen Pick up, der uns den ganzen Berg zurück zu unserem Auto fährt. Na ja, wer faul ist, muss bezahlen... Jetzt fahren wir erst mal in ein burmesisches Restaurant zum Essen.

Als nächsten Tempel steuern wir dann die Hsin-myashin-Pagode an, auch die „Pagode der vielen Elefanten“ genannt an. Sie wurde 1429 errichtet, um Reliquien aus Sri Lanka aufzunehmen.

Zwei riesige Elefanten bewachen den Eingang und drinnen wimmelt es auch vor Elefanten. Brigitte ist begeistert. Sie liebt Elefanten.

Anschließend fahren wir noch zur Ngadatkyi-Pagode im Westen von Sagaing. Sie wurde 1657 mit fünf Terrassen errichtet und besitzt eine sehr schöne sitzende Buddhastatue, die als die größte Oberbirmas gilt. Der Eingangsbereich wird hier von großen Löwen an beiden Seiten bewacht.

Im Tempel entdecke ich auch einen liegenden Buddha. Die Körperhaltung des liegenden Buddhas erinnert an seinen Tod und Eingang ins Nirvana.

Auf dem Rückweg nach Mandalay halten wir an der Shwe-Kyet Kay Pagode am Fluss. Hier verbummeln wir die Zeit bis zum Sonnenuntergang und beobachten wie Arbeiter einen Blitzableiter um die Stupa herum anbringen.

Hier kann ich einen stehenden Buddha fotografieren. Diese Figur bezieht sich auf seine Rückkehr aus dem „Himmel der 33 Götter“, wo er eine Regenzeit lang seiner Mutter Maya die Lehre darlegte.

Zum Abschluss des Tages bekommen Brigitte und ich noch einen wunderschönen Sonnenuntergang geboten.

23.6.13 16:14

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