Reiseberichte Burma November 2012

7. Tag / Mandalay

Um 9 Uhr sind wir mit „unserem“ Taxifahrer von vorgestern verabredet. Wir haben ihn mit seinem Taxi für den ganzen Tag gebucht und zahlen dafür 25.000 Kyat. Wir wollen diverse Stationen abfahren bzw. sehen und planen gemeinsam mit ihm die beste Route.  Das Taxi ist so ein kleiner Minipickup mit offener Ladefläche, vollkommen ausreichend für uns. Auf der Fahrt winken uns die Burmesen immer wieder fröhlich zu. Vier westliche Frauen auf einer Ladefläche sehen sie auch nocht sooo oft...

Am Vorabend haben wir alle noch fleißig Postkarten geschrieben und so fahren wir zuerst zur Post, um Briefmarken zu besorgen. Die Briefmarken für die Postkarten sehen wunderschön aus.

Als Nächstes müssen wir noch mal zum Hauptbahnhof zur Touristeninformation, um die Zugfahrkarten abzuholen. Das dauert aus unerklärlichen Gründen eine Weile, obwohl Caroline ja schon dort war und alles bezahlt hat…Wir und unser Taxifahrer machen es uns gemütlich und lesen noch ein bisschen im Reiseführer bzw. Zeitung.

Nachdem wir unsere Zugtickets haben, fahren wir zur  Blattgoldherstellung. In schweißtreibender körperlicher Arbeit schlagen die Männer im Rhythmus das Gold zu dünnen feinen Plättchen, die die Gläubigen an Tempeln kaufen können, um sie auf Statuen bzw. Stupas zu kleben.

Im Nebenzimmer sitzen Frauen und schneiden und binden die Goldplättchen zu kleinen Paketen und eine Frau vergoldet mit den Plättchen grüne Blätter. Das Zehner-Päckchen mit je 4x4 cm großen Stückchen Blattgold kostet laut Reiseführer 4 USD. Bei den Werkstätten handelt es sich meist um Familienbetriebe.

Beim kurzen Stopp zwischendurch an einem Supermarkt entdecke ich Seltsames für Burma: Verkaufsstände mit Weihnachtsartikeln. 90 % der Einwohner des Landes sind Buddhisten und es gibt nur 6 % Christen, 4 % Muslime und 0,5 % Hindus. Aber der Weihnachtskommerz  hält auch hier Einzug. Am Tag meines Abfluges kann ich auch beobachten wie ein Tannenbaum im Flughafen aufgestellt wird…

Als Nächstes fahren wir zur Mahamuni Pagode. Diese Pagode zählt zu den Hauptpilgerstätten des Landes. Die Mahamuni-Statue ist 3,80 m hoch und war ursprünglich eine Bronzefigur. Im Laufe der Zeit wurde sie fast bis zur Unförmigkeit mit Blattgold bedeckt. Es dürfen sich allerdings nur Männer der Statue nähern und Blattgold anbringen. Frauen ist das Betreten des inneren Bereiches verboten.

Der nächste Stopp führt uns wieder zu einem Handwerk, welches auch typisch für Mandalay ist: die Steinmetze. Hier erstehe ich einen kleinen Mamorelefanten als Mitbringsel.

An der Mahamuni Pagode fallen uns ganz viele kleine Stände auf, bei denen man sich durch Handlesen die Zukunft voraus sagen lassen kann. Aber irgendwie traut sich so recht keiner von uns.

Es ist schon wieder Mittag und unser Fahrer führt uns in ein burmesisches Restaurant. Wir laden ihn selbstverständlich ein und er isst mit sichtlichem Appetit, wir aber auch...

Da wir am nächsten Morgen schon um 2:30 Uhr aufstehen müssen, endet dieser Tag recht früh, denn wir müssen mal wieder unsere Taschen packen. Aber wir gehen auf dieser Reise grundsätzlich früh ins Bett. Brigitte und ich müssen selbst manchmal  lachen, wenn wir nach dem Duschen ins Bett steigen und auf die Uhr schauen. Aber wir sind uns da perfekt einig, lesen noch ein wenig, schreiben Reisetagbuch oder ich döse auch gerne so vor mich hin und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Perfekt! Die ganzen Eindrücke müssen ja auch schließlich verarbeitet werden J

22.5.13 14:41

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL